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Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine: „Private leisten Unglaubliches“

Tief beeindruckt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger in ihrem Wahlkreis zeigte sich Mechthilde Wittmann am Wochenende beim Besuch einer privaten Flüchtlingsunterkunft in der Markgemeinde Wiggensbach. „Hier in Ermengerst wird, wie vielerorts im Oberallgäu, Unglaubliches geleistet.“

Wegen des Angriffs Russlands auf die Ukraine befinden sich Millionen Menschen auf der Flucht. In Deutschland sind bisher knapp 150.000 Flüchtlinge aus der Ukraine registriert worden, etwa die Hälfte davon Kinder. Vermutlich sind es weitaus mehr. Denn ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger können sich visumfrei 90 Tage in Deutschland aufhalten. Die Städte und Kommunen tun was sie können. Doch ohne die unglaubliche ehrenamtliche Hilfe landauf, landab, sähe es aktuell oft noch schwierig aus.“

Mechthilde Wittmann berichtet: „Dank der enormen bürgerschaftlichen Unterstützung, durch Spenden, aber auch beim Transport und v.a. bei der Unterbringung der Flüchtlinge gelingt es, schnell zu helfen. Durch einen privaten Kontakt konnten Freiwillige aus dem Oberallgäu 14 ukrainische Flüchtlinge vor einer Woche direkt an der ukrainischen Grenze zu Polen abholen. Ein brutaler Luftangriff der russischen Armee auf die Stadt Zhytomyr im Norden der Ukraine hatte die Familien im wahrsten Sinne des Wortes aus ihren Häusern gebombt. Hals über Kopf waren sie mit nur einer Tasche an die Grenze geflohen.

Die meisten Ukrainerinnen und Ukrainer hoffen, bald in ihre Heimat zurückkönnen. „Eine Mutter erzählte, dass sie bald die Kartoffeln im heimischen Garten anpflanzen müsse, da sie sonst im Winter nichts zu essen hätten – aber da lägen ja jetzt Bomben. Geschichten wie diese erschüttern mich“, so Wittmann und betont: „Mein Dank an alle Bürgerinnen und Bürger, die den leidgeprüften Ukrainerinnen und Ukrainern jetzt helfen. Gemeinsam sind wir stark – für ein demokratisches Europa in Frieden und Freiheit.“ Der Blick in die völlig verängstigten Augen der mit geflohenen Kinder trieben der Politikerin die Tränen in die Augen.

Die 14 ukrainischen Flüchtlinge aus Zhytomyr sind den Behörden gemeldet. Gleichwohl die staatliche Unterstützung in Bayern unkonventionell und zügig läuft, sind die Flüchtlinge dennoch auch auf Spenden angewiesen – u.a. auch für Lebensmittel und Medizin. Wittmanns Appell: „Trotz der umfassenden Unterstützung durch Privatleute, und vor allem die Kommunen muss nun auch der Bund seiner Verantwortung gerecht werden und die Aufnahme besser organisieren. Am Berliner Hauptbahnhof, wo täglich Tausende mit Zügen aus Warschau ankommen, sind die ehrenamtlichen Helfern häufig allein gelassen. Solche Zustände muss der Bund umgehend ändern.“

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